Markenstrategie
Teil von Namensfindung für Unternehmen: Von der Idee zur rechtlich sicheren Marke
Kosten der Namensfindung mit Agentur und Markenanmeldung
Kosten der Namensfindung: Agenturpreise, Workshop, Markenrecherche und amtliche Gebühren von DPMA und EUIPO im Überblick, mit Beispielrechnung und MwSt.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Agenturen berechnen für Namensfindung je nach Umfang rund 6.000 bis 25.000 Euro netto.
- Ein Workshop zur Markenentwicklung kostet etwa 1.500 bis 4.500 Euro netto pro Tag.
- Die DPMA-Anmeldung kostet 300 Euro für bis zu drei Klassen, jede weitere Klasse 100 Euro.
- Die EU-Marke kostet online 850 Euro für die erste Klasse, ab der dritten 150 Euro je Klasse.
- Profirecherchen liegen bei 500 bis 2.500 Euro netto, die DPMA-Recherche ist kostenlos.
Was Agenturen für die Namensfindung berechnen
Namensprojekte werden selten zum Festpreis verkauft. Üblich sind Pakete oder Tagessätze mit festgelegtem Leistungsumfang. Ein Paket aus Briefing, Kreativphase und dreißig geprüften Namensvorschlägen kostet als Beispiel 6.000 bis 12.000 Euro netto.
Für internationale Projekte mit Bedeutungsprüfung und Ausspracheprüfung in mehreren Sprachen sind 15.000 bis 25.000 Euro netto ein realistischer Rahmen. Hinzu kommen Übersetzungen und Muttersprachlerprüfungen. Alle Werte sind Beispielpreise aus dem Agenturmarkt, keine amtlichen Sätze.
Workshops rechnen Agenturen getrennt ab. Ein halber Tag kostet 1.500 bis 2.500 Euro netto, ein ganzer Tag 2.500 bis 4.500 Euro netto. Reisekosten, Raum und Material kommen hinzu. Stundensätze für Markenstrategie liegen bei 150 bis 300 Euro netto.
Bei Projektbudgets gilt: Je später ein Name im Prozess gekippt wird, desto teurer wird er. Eine zweite Runde mit neuen Vorschlägen kostet oft 30 bis 50 Prozent des ursprünglichen Honorars.
Workshop, Recherche und Klassifikation
Vor der Anmeldung steht die Recherche. Im DPMAregister und in der Datenbank TMview des EUIPO recherchieren Sie kostenlos. Eine professionelle Recherche mit Ähnlichkeitsanalyse kostet als Beispiel 500 bis 2.500 Euro netto, abhängig von Klassen und Ländern.
Die Klassifikation bestimmt die amtlichen Gebühren. Das DPMA erklärt die Klassifikation von Waren und Dienstleistungen nach dem Nizza-System. Jede Klasse, die Sie anmelden, erhöht die Kosten.
Wer Klassen spart, riskiert Schutzlücken. Ein späterer Nachschutz kostet eine neue Anmeldung.
Kostenpunkte im Projektverlauf
Die folgende Aufstellung zeigt typische Kostenpunkte mit Beispielwerten. Sie ersetzen kein individuelles Angebot.
- Briefing und Strategie: 2.000 bis 5.000 Euro netto.
- Namensentwicklung mit Kreativphase: 4.000 bis 10.000 Euro netto.
- Rechtliche Recherche und Klassifikation: 500 bis 2.500 Euro netto.
- Anmeldung beim DPMA oder EUIPO: amtliche Gebühren plus Anwaltskosten.
- Überwachung und Verlängerung: jährlich 300 bis 1.500 Euro netto.
Beispielrechnung für ein Namensprojekt
| Position | Netto | MwSt. 19 % | Brutto |
|---|---|---|---|
| Workshop und Namensentwicklung | 8.000 € | 1.520 € | 9.520 € |
| Markenrecherche, drei Klassen | 900 € | 171 € | 1.071 € |
| Anwaltliche Abwicklung | 700 € | 133 € | 833 € |
| Summe Agenturleistungen | 9.600 € | 1.824 € | 11.424 € |
Die Rechnung gilt für ein deutsches Projekt mit einer Marke in drei Klassen. Amtliche Gebühren kommen hinzu und enthalten keine Umsatzsteuer.
Anmeldung beim DPMA: amtliche Gebühren
Beim DPMA kostet eine Markenanmeldung 300 Euro. Die Gebühr deckt bis zu drei Klassen ab, jede weitere Klasse kostet 100 Euro. Eine beschleunigte Prüfung kostet 200 Euro.
Ein Widerspruch kostet 120 Euro. Nach zehn Jahren wird die Verlängerung fällig, sie kostet 750 Euro für bis zu drei Klassen.
EU-Marke beim EUIPO: amtliche Gebühren
Die EU-Marke schützt in allen Mitgliedstaaten. Online kostet sie nach den amtlichen Gebühren der EUIPO 850 Euro für die erste Klasse und 50 Euro für die zweite. Ab der dritten Klasse sind 150 Euro je Klasse fällig.
Die Anmeldung auf Papier kostet 1.000 Euro für die erste Klasse und ist damit teurer als der Online-Weg. Ein Widerspruch kostet 320 Euro. Ob sich die EU-Marke lohnt, hängt von der Zahl der Zielmärkte ab, die Vorteile der Eintragung nennt das EUIPO selbst.
Anwaltskosten und laufende Kosten
Markenanwälte verlangen für eine Anmeldung 400 bis 900 Euro netto plus amtliche Gebühren. Die Vertretung im Widerspruchsverfahren kostet meist 1.000 bis 3.000 Euro netto.
Nach der Eintragung fallen laufende Kosten an. Eine Markenüberwachung kostet als Beispiel 300 bis 1.500 Euro netto pro Jahr. Vergleichen Sie Angebote mit identischem Leistungsumfang, sonst sind die Zahlen der Namensfindung nicht vergleichbar.
Kostenlose Erstberatung zu Schutzrechten bieten die Industrie- und Handelskammern. Die Themenfelder des DIHK bündeln die Informationen der Kammern.
Häufige Fragen
Was kostet eine Namensfindung ohne Agentur?
Recherche und Anmeldung lassen sich selbst erledigen. Es bleiben die amtlichen Gebühren: 300 Euro beim DPMA und 850 Euro für die erste Klasse der EU-Marke. Die Kreativarbeit kostet vor allem Arbeitszeit.
Fallen auf amtliche Gebühren Umsatzsteuer an?
Nein. Die Gebühren von DPMA und EUIPO sind hoheitliche Abgaben und enthalten keine Umsatzsteuer. Leistungen von Agenturen und Anwälten werden mit 19 Prozent MwSt. berechnet.
Wie viele Klassen sollte ich anmelden?
Planen Sie die Klassen nach dem tatsächlichen Geschäft. Jede weitere Klasse kostet 100 Euro beim DPMA und 150 Euro ab der dritten Klasse beim EUIPO.
Was kostet ein Markenwiderspruch?
Beim DPMA 120 Euro, beim EUIPO 320 Euro. Hinzu kommen Kosten für die anwaltliche Vertretung.
Wann rechnet sich die EU-Marke?
Ab zwei oder drei Zielmärkten ist sie oft günstiger als mehrere nationale Anmeldungen. 850 Euro decken alle 27 Mitgliedstaaten ab.